Papier des Bundesumweltministeriums bestätigt Anti-Atom-Bewegung in Forderung nach sofortigem Ausstieg

Laut Informationen des Politmagazins „Kontraste“ fordert das Bundesumweltministerium erhebliche Sicherheitsnachrüstungen an allen deutschen Atomkraftwerken. Diese könnten in der Summe so teuer werden, dass sich ein Weiterbetrieb nicht mehr lohnt.

Dazu sagt Eike Rösch vom Bündnis „Sofort Abschalten!“: „Es war schon immer klar: Ein sofortiger Ausstieg ist nötig und deswegen auch möglich. Wir freuen uns, dass das Ministerium jetzt zur Vernunft kommt und unsere Vorstellung nach einer Atomenergie-freien Welt unterstützt. Der sofortige Atomausstieg ist keine verhandelbare Utopie, sondern er kann und muss Realität werden.“

Es kann nicht darum gehen, hier einen Damm mehr und da eine offenliegende Leitung weniger zu bauen. Atomenergie ist durch das unabwägbare Risiko eines Unfalls und die ungeklärte Endlagerung eine permanente Katastrophe. Sie wiederholt sich mit jedem produzierten Kilowatt Atomstrom.

Vermutlich werden jetzt die Lobbyisten der Energieriesen in den Hinterzimmern versuchen, diesen Beschluss zu verwässern. Franziska Heine dazu: „Es darf keine intransparenten Hinterzimmergespräche und Geheimabsprachen mehr geben! Die Menschen aus der Antiatombewegung werden genau aufpassen und auf der Straße massiven Druck ausüben. Unsere Petition wird ein starkes Zeichen für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen setzen. Die Rückkehr zur rot-grünen Ausstiegsvariante ist passé. Atomkraftwerke sind unsicher. Überall. Und deswegen ist jeder weitere Tag ihres Betriebs ein Tag zu viel. Wir sorgen dafür, dass der Atomausstieg kommt. Jetzt. Das System Atomkraft ist am Ende.“